Kingpapers



Die Preisentwicklung historischer Brauereiaktien.


Dieser Beitrag ist möglichst gut recherchiert, aber ohne Gewähr für die Angaben.

Autor: Dr. Ludwig Hofstetter



Populäre Sammelgebiete mit varierender Nachfrageintensität müssen zu divergierenden Preisen führen. Bei Hinzutreten weiterer Interessenten sogar zu kontinuierlichen Steigerungen. Die Auswertung einer Vielzahl der Kataloge von Präsenzauktionen hat ein Bild zu den Preisentwicklungen bei historischen Brauereiaktien ergeben. Hier ein paar Beispiele:

AG Paulanerbräu Salvatorbrauerei u. Thomasbräu München, 500 RM, Juli 1928: Von 1994 (Auktion Ludwigshafen) mit Zuschlag 110,-- DM gestiegen auf FHW November 2000 mit Zuschlag 300,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwa dreissig Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 316,-- DM.

Aktienbrauerei Eisenach, 150 M, 31.01.1942: Von Zuschlag 120,-- DM gestiegen auf FHW März 2000 mit Zuschlag 300,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwa dreissig Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 222,-- DM.

Aktienbrauerei zu Hildburghausen, 100 Taler, 1.12.1872: Von Zuschlag 240,-- DM bei der 5. Gutwowski-Auktion gestiegen auf FHW Juni 2000 mit Zuschlag 600,-- DM.

Brauereigesellschaft vorm. S. Moninger, 1.000 M, Karlsruhe 1898: Von der Auktion TSchöpe 1996 mit Zuschlag 680,-- DM gestiegen auf Auktion Sevogel Dezember 2000 mit Zuschlag 1.400,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwas unter dreissig Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 920,-- DM.

Brauerei Schwartz-Storchen AG, 1.000 M, Speyer 1922: Von FHW 1992 mit Zuschlag 420,-- DM gestiegen auf FHW März 2000 mit Zuschlag 1.100,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwa zwanzig Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 683,-- DM.

Braugesellschaft des Marktfleckens Staugau, 100 Gulden, 20.12.1874: Von FHW September 1991 mit Zuschlag 700,-- DM gestiegen auf FHW September 2001 mit Zuschlag 2.600,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwas unter dreissig Prozent.

Gantersche Brauerei Gesellschaft, 1.000 M, 1.10.1886: Von 1987 (Auktion Gutowski) mit Zuschlag 7.500,-- DM gestiegen auf Auktion Tsch&ounml;pe 2000 mit Zuschlag 30.000,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwa 23 Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 14.420,-- DM.

Radeberger Exportbierbrauerei AG, 100 RM, März 1942: Von November 1996 (Auktion Ludwigshafen) mit Zuschlag 90,-- DM gestiegen auf Auktion FHW März 2000 mit Zuschlag 440,-- DM, das bedeutet jährliche Wertverdoppelung. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 320,-- DM.

Radeberger Exportbierbrauerei AG, 1000 RM, März 1942: Von 13. Auktion Gutowski mit Zuschlag 85,-- DM gestiegen auf Auktion FHW März 2000 mit Zuschlag 630,-- DM. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 390,-- DM.

Schlüsselbrauerei Tuttlingen AG, 1.000 M, Dezember 1922: Von Tschöpe September 1994 mit Zuschlag 190,-- DM gestiegen auf Auktion FHW November 1996 mit Zuschlag 550,-- DM, Wert damit pro Jahr etwa verdoppelt. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 620,-- DM.

Schwerter Brauerei AG, 1000 M, 1.5.1915: Von 9. Auktion Gutowski mit Ausruf 320,-- DM (nicht zugeschlagen) gestiegen auf Auktion Sevogel April 1999 mit Zuschlag 1.100,-- DM. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 741,-- DM.

Süddeutsche Brauerei Carl Kintz & Co. AG, 1000 M, Berlin 1898: Von Juni 1997 (Auktion Tschöpe) mit Zuschlag 550,-- DM gestiegen auf Auktion Hanseatisches Sammlerkontor September 2001 mit Zuschlag 2.000,-- DM, jährlicher Wertzuwachs etwa 65 Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 1.400,-- DM.

Vereinsbrauerei Mecklenburgische Wirte zu Lübz, 100 RM, März 1941: Von 6. Auktion Gutowski mit Zuschlag 100,-- DM gestiegen auf Auktion Sevogel Mai 2000 mit Zuschlag 500,-- DM. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 493,-- DM.


Das waren durchgängig positive Beispiele, die im Gesamtbild auch überwiegen. Ein für den Brauereisammler erfreuliches Ergebnis. Es gibt allerdings auch Wertverluste bei historischen Brauereiaktien, hier zwei Beispiele:

Actien-Brauerei Neustadt-Magdeburg, 200 Thaler 1872: Von 7. Auktion Gutowski mit Zuschlag 2.900,-- DM gefallen auf Auktion Sevogel November 2001 mit Zuschlag 650,-- DM. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 1.225,-- DM.

Flensburger Brauereien AG, 1.000 M, 23.2.1922: Von FHW September 1996 mit Zuschlag 3.300,-- DM an gefallen, und zwar bei der Auktion FHW Juni 2000 auf Zuschlag 800,-- DM, jährlicher Wertverlust etwa zwanzig Prozent. Zum Vergleich Katalogwert Suppes 2000: 950,-- DM.

Bei diesen Papieren handelt es sich um solche, die einerseits sehr bekannt sind, andererseits aber eine höhere Auflage im HWP-Markt haben und mithin ursprünglich überteuert waren. Das soll jedoch die Freude an historischen Brauereipapieren nicht trüben.










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