Kingpapers


Der Reichsbankschatz (1. Teil) wird versteigert.

Der Kingpapers-Kommentar.



Der HWP-Markt hat nach längerer Vogel-Strauß-Politik (da steckt man den Kopf in den Sand und wundert sich über das, was man dann auf die südliche Verlängerung des Rückens geklatscht bekommt) nun mit Schrecken den nahen Termin Ende Juni 2003 für die 1. BARoV-Bestandsauktion entdeckt. Und im ebay-Forum zeigen sich erste Resignationsansätze, defaitistische und furchtbar schicksalsergebende Sammler/Händler, starr vor Überraschung über den Termin (jaja, Weihnachten kommt auch jedes Jahr sehr plötzlich ...). Und schon werden Papiere im klassischen Wert heruntergeredet, die Actien-Bauverein Passage, die Mannesmann-Gründer ... Nanu ?!

Und der Verwerter nennt seinen Katalog *Reichsbankschatz*. Das soll Assoziationen wecken. Lasst uns auf Schatzsuche gehen. Suche ? Geht nicht, der Schatz ist ja schon gefunden. Dann vielleicht Schatzhebung ? Das meint einen vorhandenen entdeckten Schatz von den Unbill der Zugriffsverweigerung (Krake unter Wasser auf Piratenschiff, Fluch des Pharao nebst Falltüren in Pyramide, Bundesregierung auf Tresor) befreien, ihn umsonst oder wenigstens billig in die Finger kriegen und damit abhauen. Und das kann auch mehrfach hintereinander geschehen. Erst hebt die Regierung den Schatz, haut ab, gibt ihn weiter (BussoPeus) und lässt ihn versteigern, um dann noch einmal späterhin an den Verkaufsgewinnen - bei mehrfachen Verkäufen sogar viele Male - zu partizipieren. Grosser Vorteil für Eichel und seine Häher. Nur: Dagegen mußte ein Raubritter ja noch richtig arbeiten ...


Schatzhebegefühle bei Händlern/Sammlern ?!

Da gab es einmal einen Schatz bei Papa Staat. Die vielen Telefone, die Leitungen, die Orga. Und einen armen Finanzminister, der diesen längst gefundenen Schatz nunmehr heben (= privatisieren) wollte. Dafür suchte er sich Fachleute, die den Schatz neu einkleideten (= AG draus machten), ihn neu bewerten (= Gutachten über ihn gossen), einen wunderschönen Verkaufskatalog/Emmissionsprospekt anfertigten (weshalb man nun zigtausendfach klagt) und dann einen Sprecher namens Krug (der ja bekanntlich so lange zum Brunnen ...) fanden, der die Aktienkultur in Deutschland einführte. Aktienkultur ? Ja, lieber Leser, die Aktienkultur, nicht nur die Telekom-Kultur. Merkste was ?

Nun also, schrummmm, ein anderes Bild: Der Tresor der Reichsbank gibt viele Altpapiere her, die gehen an einen Verwerter, der aus Altpapier einen 'Schatz' macht, einen bunten hochwertigen Verkaufskatalog fertigt und dann leider eines vergißt: Den Sprecher, der die HWP-Sammelkultur in Deutschland einführt. So hört man denn im Markt nur lautes Wehklagen der Teilnehmer (die so laut klagen, dass die Jubelrufe untergehen) und alles starrt gespannt wie das bekannte Karnickel vor der Schlange auf das, was da wohl unweigerlich kommen müsste: titanicischer Untergang.

Klar ist das, klar wie dicke Klossbrühe. Denn wenn der Markt über die meisten Papiere schon verfügt, dann wird er sie nicht mehr kaufen, allenfalls zum kleinen Taschengeld (Münzwährung, keine Scheine). Das ist die Theorie des geschlossenen Marktes. Immer wieder gerne vertreten, leider unsinnig. Denn wenn der Markt zu klein ist (und das ist er, lieber Leser, frag Deine Frau, er ist immer zu klein), dann muss der Anbieter weg oder der Markt vergrössert werden. Wusste schliesslich nicht nur Benecke bei der damaligen Anhörung zum BARoV-Bestand - der hat's aber laut gedacht. Und dann noch was: Benecke (hoffe mich richtig zu entsinnen) war der Meinung, dass der Markt geschaffen werden muss. Vor der Versteigerung. BARoV nicht: Die wollten erst versteigern und dann den Markthändlern es überlassen den Markt für die Sammler zu erschliessen. Und da san ma nu.


Luft holen, ausatmen, beruhigen !


Da sind doch Kaufinteressenten. Oder etwa nicht ? Wir wissen von Leuten, die Geld in BARoV-Papiere anlegen wollen. Wir wissen von Leuten, die tatsächlich Papiere in grösserer Stückzahl für Aktionen haben wollen. Und wir geben zu: Im Kingpapers-Team befinden sich Schnäppchenjäger mit 20 und mehr Jahren potentieller Geduld. Überrascht, lieber Leser, oder nicht: Mal ehrlich, wer hat nicht ein gewisses Gierflackern in den Augen, wenn er den einen oder anderen Ausrufpreis in dem neuen Katalog entdeckt. Oder geht der Preis wirklich so weit nach unten, dass der Verlust unendlich (= Wert 0,00) wird ???

Zurück zum Telekom-Krug: Hätte der gesagt, dass das 'Alles Schei...' ist, dann wäre das Engagement der Telekom gescheitert. Aber auch die deutsche Aktienkultur. Hat er aber nicht gesagt.
Damals wollte auch Opa Aktien (kurz vorher noch als 'Luch + Truch' bezeichnet) haben. Und Opa hat noch immer die ihm damals geschenkten BASF und Continental. Und hat sich jetzt erste historische Wertpapiere mitgenommen. Eine wahre Geschichte - und Opa hat 'ne wirklich rüstige Nase.


Und die Moral von der Geschicht:

Der Markt geht unter niemals nicht !






+++ Alle Angaben ausdrücklich ohne Gewähr. +++



Verantwortlich: Quart Consult GmbH, Mühlensteig 34 a, 23569 Lübeck, GF: Karin Neitzke
        Tel. (0451) 3 07 29 026, Fax. (0451) 3 07 29 028


Soweit diese Seite auf andere Internetseiten verweist oder diese durch einen Link aufzurufen sind, haften wir für die Angaben und Inhalte der anderen Seiten nicht.Insbesondere haben wir eine Prüfung der Inhalte verlinkter Seiten nicht vorgenommen. Deshalb distanzieren wir uns von den Inhalten verlinkter Seiten ausdrücklich.Preisangaben enthalten die uns zuletzt bekannt gewordenen Preise. Wir sind bemüht auf Änderungen schnell zu reagieren. Wenn Ihnen etwas auffällt sind wir für eine Mail dankbar.