Kingpapers



DM-Aktien inside:

Die 56-Cent-Aktien.


Der Fachmann spricht und gibt Inside-Tipps zur Beschaffung von DM-Aktien. Jetzt, nachdem der Euro die Mark abgelöst hat. Und wie einfach !
Man gehe hin und nehme einen Briefbogen (möglichst nach Privatmann aussehend) und schreibe die PR-Abteilung der jeweiligen mittleren bis großen AG an. Dort erkläre der Anfragende seine Sammelleidenschaft und bitte freundlichst um ein Aktien-Belegexemplar, sei es als Muster, sei sie als echte Aktie. Und selbstverständlich wird angeboten die Kosten des Versands und den Wert (Börsenkurs) in üblicher Höhe zu erstatten (in der Hoffnung nichts berechnet zu bekommen ...).

Funktioniert das wirklich ???

Unser Fachmann lächelt wissend. Und spielt Radio Eriwan: 'Im Prinzip JA ! Und meist besser als man denkt !' Sollte also wirklich in dieser Branche teuer verkauft werden, was die Unternehmen auch so und sogar ohne Kosten nur für den Einsatz einer 56-Cent-Briefmarke (ab 1.1.2003: 55 Cent) hergeben ? - Unser Fachmann lächelt wieder: 'Im Prinzip JA ! Sogar öfter als man denkt.' Und erklärt nun die Beobachtungen bei der Beschaffung von Original-Wertpapieren durch den sog. Bettelbrief:
  • Grosse Unternehmen des DAX/MDAX versenden gerne Musteraktien (manche sogar Specimen), die auch zu Werbezwecken eingesetzt werden. Man denke nur die Telekom, BMW, Daimler-Chrysler, VW, Fraport, Deutsche Post u.a. In einigen PR-Abteilungen sind selbst die Muster rar geworden, einige begrenzen auf ein Exemplar pro Anfrage, andere streuen die Specimen/Musteraktien breit und in grösseren Mengen an den Anfrager. Bei einer Gesellschaft hat unser Fachmann sogar den Musteraktien-Restbestand der PR-Abteilung abgequatscht.
  • Andere Gesellschaften benutzen die Aktien für ihre Werbestrategien. Dazu zählen z.B. die Achterbahn AG, die Beate Uhse, ganz klassisch aber auch die AG für Historische Wertpapiere mit ihrer wunderschönen optischen Gestaltung. 'Abstauben' meist nein, aber Versuch macht bekanntlich klug.
  • Kleinere Gesellschaften (dazu zählen ganz besonders auch regionale AGs) fertigen effektive Stücke für ihre Aktionäre aus. Manche senden Blanketten, manche aber auch gültige Papiere, seltener bei Namensaktien, häufiger bei Inhaberpapieren. Häufig sind persönliche Geschenke an eben diesen Papieren, je kleiner und weniger angefragt eine Gesellschaft ist desto höher ist die Chance erfolgreich 'abzustauben'. Auf die Gültigkeit der Papiere und die Börsennotiz wird dabei durchaus nicht geachtet, also auch keine Werterstattung (Kurswert) und kein Ersatz der Versandkosten gefordert.
  • Sehr effektiv ist der vorherige Anruf bei der PR-Abteilung (man kann dann den Ansprechpartner persönlich anschreiben ... unter Bezugnahme auf unser Telefonat vom ...) oder bei dem zuständigen Werbemanager (... das werden wir schon hinkriegen ...) oder bei kleinen AGs bei der Vorstandssekretärin (... legen Sie doch ein gutes Wort ein ... Aufbau Sammelbestand ... da muss doch Ihre AG geführt sein ...). Klappt's dann doch nicht in angemessener Zeit kann bei dem jeweiligen Ansprechpartner nachgefragt werden, der sich merkwürdigerweise für den Erfolg oftmals verantwortlich fühlt.


Fair bleiben !

Die Bereitschaft der Unternehmen zu kostenloser Abgabe reizt vielleicht zum Ausschlachten der Leistung. Also gleich einmal grössere Mengen ordern, um daraus Geschäft zu machen ? Vielleicht erinnert der eine oder andere noch die teuren BMW-Musteraktien bei ebay, die eine Zeitlang durchaus Preise oberhalb 70 DM (ca. 35 Euro) erzielt haben. Mehr Musteraktien durch mehr Anbieter beschafft und offeriert bedeutete Preisverfall Richtung Null. Und bei den späteren Mustern z.B. der Daimler-Chrysler und der Deutsche Post AG ging der Preis sehr schnell nach unten, nach unserer Meinung sogar in den wenig bis garnicht lukrativen Bereich. Schade für die Händler, gut für die Sammler.

Problematisch wird das Totschweigen dieser Beschaffungsmöglichkeit. Wenn der Sammler, der heute die (zum Teil teuer) angebotenen DM-Effekten erwirbt, nunmehr schlau(er) geworden die Papiere selbst herantelefoniert oder schriftlich erbittet, dann wird diesem Sammler die Gefühlswelt schief hängen. Vielleicht hat er Betrusgvisionen, vielleicht nur Preisfrustrationen, aber neutral bleiben wird er wohl nicht. Zu loben sind deshalb die Händler/Anbieter, die kostenfrei akquirierbare DM-Effekten nicht anbieten oder aber zu einem angemessen niedrigen Preis.

Wir meinen: Wer die Unerfahrenheit anderer ausnutzt schadet unseren gemeinsamen Interessen und schädigt einen aufstrebenden Markt.


Berichte und Meinungen zum Sammelthema Historische Wertpapiere, rein subjektiv, möglichst gut recherchiert, aber ohne Gewähr für die Angaben.

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